Beratung Archiv

Vortragseinladung

17. Februar 2012 Allgemein, Beratung, Social Media Kommentieren

Im Rahmen des vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projektes “Qualifizierung von Frauen in betrieblichen Funktionen und Management – QuaFiMa” bietet die wisoak Bremen folgende Veranstaltung an:

Social Media – Übersicht und Bedeutung
Vortrag: Ole Mollenhauer (Experte und Dozent für digitale Kommunikation)
Kaum jemand kann sich dem Sog der sozialen Medien im Internet entziehen. Schon längst hat Facebook mehr Besucher als der Suchmaschinenriese Google. Allein in Deutschland sind 10 Millionen Nutzer Mitglied dieser größten und bekanntesten Sozialen Plattform. Der Einfluss der Sozialen Medien bleibt aber nicht auf das Internet beschränkt – Blogs, Twitter, Xing, Facebook und ganz neu: Google+ haben und werden in Zukunft einen nachhaltigen Einfluss auf unsere Gesellschaft haben. Sascha Lobo, Strategieberater, Autor und Internet-Experte sagt: “Ich halte die Auswirkungen auf die Gesellschaft und besonders auf die kommenden Generationen für so revolutionär, als wären Buchdruck, Telefon und Fernseher gleichzeitig erfunden worden.”
Im Rahmen dieses Vortrages werden wir die rasante Entwicklung und Vielfalt der Social Networks in den vergangenen Jahren betrachten und lernen die Anwendungsmöglichkeiten und Unterschiede der verschiedenen Plattformen kennen. Dabei untersuchen wir sowohl persönliche Szenarien im privaten und beruflichen Bereich als auch die Nutzung dieser Medien im Firmenkontext für z.B. Marketing und Personalrecruiting. Bei aller Begeisterung lassen wir uns aber nicht nur durch die faszinierenden neuen Möglichkeiten blenden: Auch die Gefahren und Risiken die durch diese neuartige Transparenz und der damit einhergehende Kontrollverlust der eigenen Informationsströme werden zur Sprache kommen.
Termin:  23.02.2012, 17:00 – 20:00 Uhr
Ort:  Bertha-von-Suttner-Str. 17, 28207 Bremen
Teilnahmepreis:   kostenlos
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Jahresrückblick und der Zeitgeist

20. Dezember 2011 Beratung Kommentieren

Das Internet zeigt uns deutlich, wie weit wir es mit dem Mitte der neunziger Jahren geprägten Begriff “Globalisierung“ gebracht haben. Vor 15 Jahren musste man sich noch die NZZ am Bahnhofskiosk besorgen um eine einigermaßen aktuelle, nicht westlich-zentristische, deutschsprachige Berichterstattung zu bekommen. Und irgendwie war es klar, dass das Internet bei unserer Wahrnehmung der Welt irgendwann in der Zukunft eine große Rolle spielen wird. Und genau so ist es ja auch gekommen – nur schneller.

So ist der globale Rückblick auf das Jahr 2011, den Google uns anhand der dort gestellten Suchanfragen zusammenstellt wieder beeindruckend:

Interessant dabei ist, dass die Nutzungsstatistik dieses Videos (zur Zeit immerhin 2,7 Mio. Zugriffe) insbesondere in Afrika große weiße Flecken aufweist:

Wir müssen uns also mal wieder vor Augen halten, dass die Verbreitung des “World Wide Web” nicht gleichmäßig erfolgt.

Und noch etwas ist mir aufgefallen – und das ist zumindest aus deutscher Sicht DER Kommentar des Jahres. So sieht der Google-Rückblick aus dem vergangenen Jahr aus:

Schnörkel? Tasten!

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7. Dezember 2011 Beratung Kommentieren

Das Erlernen des Schreibens in den Grundschulen wird zur Zeit heiß diskutiert. Nein, nicht das “ob” (obwohl – auch da sind einige offensichtlich nicht ganz so sicher) sondern das “wie”: Man muss sich nämlich mal klar machen, dass das Schreiben in den ersten Schuljahren im Grunde genommen zweimal gelernt wird: Zunächst die Druckschrift – mit dem Ziel das Lesenlernen zu unterstützen.  Und dann irgendwann später die Schreibschrift mit der die Buchstaben dann zu einer flüssigen Handschrift verbunden werden.

In den Plädoyers für die “Grundschrift” erscheinen die Kinder schon angesichts kleiner Schnörkel und Verbindungsbögen als Figuren hoffnungsloser Überforderung und extrem geringer Frustrationstoleranz, deren feinmotorische Fähigkeiten und Auge-Hand-Koordination nur äußerst zart in Anspruch genommen werden dürfen.
Sieht man aber Grundschulkindern daheim beim Hantieren mit elektronischen Apparaturen und Tastaturen zu, erweisen sie sich als Virtuosen feinmotorischen Lernens und einer geradezu traumwandlerisch-spielerischen Auge-Hand-Koordination.
(Lasst die Schnörkel leben! SZ, 7.12.2012)

Nun, und da stellt sich tatsächlich die Frage: Ist es heutzutage noch nötig eine Schreibschrift zu erlernen? Oder reicht eine “Grundschrift” aus, die sich wenigstens etwas flüssiger schreiben lässt als einzelne Druckbuchstaben? Diese wird in Hamburg bereits an einigen Schulen als einzige Schrift in der Grundschule eingeführt. Mehr dazu an anderer Stelle.

Ich habe mir noch keine allerletzte Meinung gebildet, stelle aber fest, dass ich – außer für gelegentliche Notizen für den Eigenbedarf – kaum noch handschriftlich Texte verfasse. Wenn ich es doch einmal tue, nutze ich auch eine sehr eigene Mischung aus Schreibschrift- und Druckschrift-Elementen. Mein Schreib-Medium ist nunmal die Tastatur. Und ich denke, das geht heute Vielen so. Ich könnte mir also vorstellen, dass ein Verzicht auf die Schreibschrift durchaus möglich ist. So könnten Grundschulen die beim Erlernen einer zweiten Schrift eingesparten Unterrichtsstunden ja für den Erwerb von Medienkompetenz der Kinder nutzen. Und das fände ich ja mal echt angebracht. Auch – oder gerade – wenn der Umgang mit den neuen Medien so einfach erscheint.

Und wer die neue Grundschrift nicht (mehr) lernen möchte, kann diese als Computer-Font hier erwerben und per Tastatur eingeben. Ist das nicht toll?

 

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